Wegbegleiter – Lehrer

In den Kampfkünsten werden für den Verantwortlichen einer Übungsgruppe die im Sport verwendeten Begriffe Trainer/ Übungsleiter i.d.R. nicht verwendet.

Meister/Lehrer einer traditionellen japanischen Kampfkunstschule oder einer anderen unterrichtenden Institution, werden als „Sensei“ bezeichnet.

Was soviel bedeutet wie der „vorher Geborene“, der Ältere, der Erfahrenere. Dies bezieht sich auf den Beginn und damit auch auf Dauer und Intensität in der Ausübung seiner Kunst/seines Berufes, die er seinen Schülern voraus hat und steht nicht mit dem Lebensalter in Verbindung.

In einer Budo-Disziplin ist der Sensei der Wegbegleiter/Lehrer, der sein Wissen an seine Schüler (Deshi) weitergibt. Er ist derjenige, der sich bereits lange auf dem (Übungs-)Weg befindet und andere auf ihrem Weg zum eigenen Sehen, zum eigenen Denken und zur Loslösung von den Fesseln des Ichs begleitet.

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Klaus Meyer

Klaus Meyer


Den ersten Kontakt mit Aikido hatte ich Anfang 1966. Der gerade aus Japan zurückgekehrte Budo-Pionier Gerd Wischnewski präsentierte im Rahmen eines Lehrgangs das damals in Deutschland noch völlig unbekannte Aikido.

1968 erfuhr ich in meiner damaligen Wahlheimat Bonn zufällig von der Existenz einer Aikidogruppe. Und bereits an meinem ersten Übungsabend traf ich auf den japanischen Aikidomeister Katsuaki Asai Sensei, 8. Dan, der danach für lange Jahre mein Lehrer sein sollte. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken.

Nachdem er 1972 in Düsseldorf sein Dojo eröffnet hatte, verlegte ich ebenfalls dauerhaft meinen Wohnsitz in diese Stadt – nur um an der Quelle des Aikido in Deutschland zu sein.

Die nun folgenden Jahren waren geprägt von einem für mich ungewohnt anstrengenden und schweisstreibenden Training. Meister Asai war in seinen besten Jahren, unglaublich fit und verfügte über eine brilliante Technik. In Aikidokreisen ist diese Zeit auch als die „wilde Phase“ bekannt. Hier konnte ich mir durch ihn eine sehr gute und stabile Basis erarbeiten, obwohl ich nicht gerade sein allereifrigster Schüler war.

 
 
Auf zahlreichen Wochen- und Wochenendlehrgängen oder bei Besuchen in Meister Asais Dojo begegnete ich neben allen anderen in Europa tätigen japanischen Aikidolehrern auch einigen hochrangigen Meistern des Honbu-Dojo, der Welt-Aikido-Zentrale in Japan.

Ihre Bewegungsfähigkeit, die Leichtigkeit ihrer Technikausführungen haben mich zutiefst fasziniert. Hierzu betonten sie alle u. a., wie wichtig es sei, entspannt zu sein, damit ‚Ki‘ fliessen könne. Nun gehört dieser Begriff in Japan zur Umgangssprache, ich konnte damit wenig anfangen. Aber irgendwie führte mich das ab Mitte der 1970er Jahre zu verschiedenen westlichen Methoden der Geist-/Körperarbeit.

Autogenes Training zeigte mir die Verbindung von körperlicher Entspannung und geistigem Stillewerden. Die vorgegebenen Übungen dreimal täglich zu trainieren, entsprach der im Aikido-Dojo vorherrschenden „Arbeitsauffassung“.

Die Feldenkrais-Lehre brachte mir Bewusstheit im Tun nahe: WIE mache ich, WAS ich mache. Eine sehr gute Unterstützung bei der Erarbeitung komplexer Bewegungsabläufe und ein körperliches Verständnis für die Wirkung der Schwerkraft. Hier wurde mir auch klar, dass Kriterien wie richtig und falsch keine vernunftgemäßen Wertungen sind und auf einem Entwicklungsweg überflüssig und hinderlich.

Die chinesischen Bewegungsformen Tai Chi und Qigong habe ich zwar nur für kurze Zeit geübt. Aber in der hier praktizierten ‚Kultur der Langsamkeit‘ führe ich teilweise heute noch meine Soloübungen aus.

Dank Internet fand ich in den vergangenen Jahren Zugang zu vielfältigen Informationen über Aikido und Interviews mit den alten Meistern auch anderer Kampfkünste. Bemerkenswert ihre Aussagen über körperliches Entspanntsein, übernormale und punktgenaue Kraftentfaltung und die Klarheit des Geistes. Auch hier immer wieder die Betonung vom fliessenden Ki.

In den letzten Jahren eröffnete sich mir die faszinierende „Welt der Faszien“ und damit endlich auch eine mögliche, nachvollziehbare Beschreibung des Ki-Phänomens.

Die Sessions bei Dirk Beckmann (Begründer Equilibrium State) optimierten spürbar meine innere Körperstruktur und richteten meinen Blick auf „funktionales Bewegen“.

Der deutsche Aikidomeister Edmund Kern †, 8. Dan, verdeutlichte auf vielen Lehrgängen noch mal die fundamentale Bedeutung der Aikido-Basics sowohl des Tai Jutsu (Körpertechniken) als auch des Buki Waza (Waffentechniken). Über seine Lehrersymposien in der Abtei Münsterschwarzach kam ich mit „Aikido im Kloster“ in Kontakt.

Rückblickend kann ich sagen, die intensive Beschäftigung mit diesen Methoden und insbesondere dem Medium Aikido hat mir vor allem den Weg in Richtung geistige Entwicklung gewiesen. Auch wenn es letztenendes eher deutliche Hinweise auf den langen Weg hin zur Vollkommenheit in Bezug auf innere Ruhe, Klarheit, Übersicht, Gelassenheit, Achtsamkeit, Wahrnehmungsfähigkeit waren. Sie können nur im lebenslangen beständigen Üben heranreifen, Scheitern inbegriffen. Und manchmal auch ein Gedanke daran, was wäre, wenn ich all das nicht gemacht hätte. Und ja, auch eine Annäherung an Zufriedenheit, Glücklichsein, Bescheidenheit, Demut, Dankbarkeit.

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Achim Jäger

Achim Jäger


Mein Einstieg ins Aikido begann kurioserweise mit dem Besuch eines Tai-Chi-Kurses.

Irgendwann erwähnte der Kursleiter beiläufig, wer in unserem Alter einen Kampfsport üben möchte, sich doch einmal das etwas dynamischere Aikido anschauen sollte. Hier würde man zwar gefordert, aber nicht überfordert. Was der allgemeinen Gesundheit ebenfalls sehr zuträglich wäre.

Meine Neugier war geweckt.

Nachdem ich im Internet fündig geworden war, meldete ich mich 2002 in einem Solinger Verein zum Training an.

Von Anfang an faszinierten mich die runden, fast tänzerisch anmutenden Bewegungen. Die Idee einer friedlichen Kampfkunst ohne Orientierung auf Kampf und Wettkampf nahm konkrete Gestalt an. Losgelöst von Gedanken an Verlieren und Gewinnen.

Besonders angenehm war mir, das sich beim Aikido Teilnehmer trafen, die um eine wohltuende Arbeitsatmosphäre bemüht waren.

In Solingen trainierte ich einige Jahre, nahm an Lehrgängen führender japanischer Aikidolehrer national und international teil und bestand erfolgreich erste Prüfungen.

Während der Schulferien ruhte auch der Übungsbetrieb. Problematisch vor allem während der langen Sommerpause. Aufgrund einer Einladung von Klaus Meyer konnten wir in dieser Zeit im Hildener Aikido-Dojo an seinem Training teilnehmen.

Was ich hier sah und erlebte, unterschied sich wesentlich von allem, was ich bisher gemacht hatte.

Kopierte ich bisher mehr oder weniger gut die Bewegungen meiner Lehrer, bekam ich hier das erste Mal eine Idee von den Prinzipien, die dahinterstehen und vor allem, wie ich diese anwenden muss.

2009 verabschiedete ich mich von meinem bisherigen Lehrer und meinen Mittrainierenden und wechselte nach Hilden zu Klaus Meyer, um sein Aikido zu lernen. Von ihm bekam ich Antworten auf meine Fragen und manches „Aikido-Mysterium“ konnte ich mit seiner Hilfe lösen.

Es freut mich sehr, mein bei ihm erworbenes Wissen an andere weitergeben zu dürfen und einen kleinen Beitrag zu leisten, Übende auf dem Weg des Aiki zu begleiten.

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Aikido Hilden

im Turn- und Sportverein TuS96 WappenHilden 1896 e.V.
eMail schreiben
Telefon 0211-1664092

 

Übungszeiten

(Ganzjährig außer von Weihnachten bis Neujahr)

Montags von 19:00 bis 20:00 Uhr
und von 20.00 bis 21.30 Uhr
dienstags, donnerstags
jeweils von 20.00 bis 21.30 Uhr

 

Übungsort

Sporthalle der
Graf-Recke-Stiftung
im Dorotheenpark
Horster Allee 5-7
40721 Hilden

Hier findest Du uns

Von Hilden kommend hinter 3M links in die Horster Allee einbiegen.

Aikido Hilden

Hier links abbiegen und dann bis zum Ende der Straße fahren.

Hier parken, an der Küche vorbei weiter zur Halle gehen.

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